Impfmuffel?
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Sie Ihren Impfschutz regelmäßig!
Die Karten, die hier vorgestellt werden sind
freundlicherweise von der Firma Pasteur Mérieux MSD, Leimen zur Verfügung
gestellt worden. Sie geben eine Orientierung vor und erheben keinen Anspruch
auf Vollständigkeit. Zurück zum Anfang
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Tetanus
Grippe, Influenza
Diphterie
Gelbfieber
Polio
Meningokokken Meningitis
Hepatitis A
Malaria
Hepatitis B
Cholera
Typhus
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, die zu einer Leberentzündung führt.
Die Erkrankung wird durch verunreinigtes Wasser, Nahrungsmittel (insbesondere
Meeresfrüchte, Speiseeis, Salat) und auch durch ungeschützten Sexualverkehr
übertragen. Der Erreger wird über den Magen-Darm-Kanal aufgenommen und
gelangt über den Blutweg in die Leber.
Die Hepatitis A Infektion erfolgt meist in Ländern mit geringem Hygienestandard.
In Europa ist die Infektion in südlichen Ländern häufiger als im Norden.
In Deutschland ist die Erkrankung eher selten, kann aber in Gemeinschaftseinrichtungen
(Kindergärten, Kasernen) vorkommen.
Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 40 Tage. Die Symtome beginnen mit Übelkeit,
Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit. Dannach kann es zu einer Gelbfärbung
der Bindehaut, der Haut (Gelbsucht) sowie zu einer Entfärbung des Stuhls
und zu einer Dunkelfärbung des Urins kommen. Außerdem ist eine Schwellung
von Leber und Milz zu beobachten.
Schutz
Kein Verzehr roher Nahrung, Obst schälen. Durch eine Impfung kann ein
Schutz über etwa 10 Jahre erworben werden. Die Impfung beinhaltet 2 Injektionen
innerhalb von 6 Monaten und ist gut verträglich (z.B. Vaqta¨).
Typhus
Typhus ist eine akute Infektionskrankheit, die durch bestimmte Salmonellenarten
verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion oder verunreinigtes
Wasser oder durch Lebensmittel. Die Bakterien gelangen über den Magen-Darm-Trakt
in die Blut- und Lymphbahn.
In den meisten Fällen wird die Krankheit aus den (sub-)tropischen Ländern
importiert. In Deutschland tritt die Erkrankung nur vereinzelt auf.
Die Inkubatioszeit beträgt 1 bis 3 Wochen. Es kommt zunächst zu Fieber,
Mattigkeit sowie zu rötlichen Flecken auf dem Bauch. Die Erkrankung geht
zu Beginn mit einer Verstopfung einher, nach einer Woche kommt es zu Durchfällen.
Es kann zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns, des Herzens sowie
der Knochen und Gelenke kommen. Die Erkrankung verläuft etwa 1% tödlich.
Schutz
Die Typhusimpfung bietet einen guten Schutz. Sie empfiehlt sich bei Reisen
in Gebiete, in denen Typhus gehäuft auftritt. Der Impfstopf ist gut verträglich
und wird einmal injiziert (z.B. Typhim vi¨). Bei der Schluckimpfung ist
die Einnahme mehrerer Kapseln über mehrere Tage nötig. Die Schutzdauer beträgt
ungefähr 3 Jahre.
Grippe
Die Virusgrippe (Influenza) tritt weltweit in lokal begrenzten Gebieten
auf. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Husten und Niesen).
Das Virus befällt zunächst den Nasen-Rachen-Raum und kann dann über die
Bronchien zu einer Entzündung der Lungen führen.
Die Erkrankung ist weltweit verbreitet. Die Ansteckungsgefahr ist je nach
Reisegebiet und Jahreszeit unterschiedlich hoch. In den Tropen kann die
Grippe das ganze Jahr über auftreten. In der südlichen Hemisphäre dagegen
besonders gegen April bis September. Das Virus kann Menschen und Tiere befallen.
Durch die ständige Veränderung des genetischen Materials kann das Virus
der Immunabwehr entkommen. Besonders gefährlich sind kombinierte Infektionen
mit bestimmten Bakterien (sog. Superinfektionen).
Die Erkrankung beginnt nach einer kurzen Inkubationszeit mit hohem Fieber,
Kopf- und Gliederschmerzen. Ein trockener Reizhusten, Schmerzen hinter dem
Brustbein und eine Entzündung der Schleimhäute sind häufig. Die Erkrankung
kann den Herzmuskel, das Gehirn und häufig auch die Lunge betreffen und
auf diesem Wege in manchen Fällen sogar zum Tode führen.
Schutz
Ältere Menschen und chronisch kranke, abwehrgeschwächte oder besonders gefährdete
Personen (z.B. Krankenpflegepersonal) sollten vor einer Reise in Gebiete
mit hoher Grippeaktivität geimpft werden. Die Impfung ist sehr gut verträglich.
Durch die schnelle Veränderung des Grippevirus muß die Impfung jährlich
wiederholt werden. (z.B. Mutagrip)
Diphtherie
Die Diphterie wird durch Giftstoffe (Toxine) von Bakterien verursacht. Der
Erreger gelangt durch Tröpfcheninfektion in den Nasenrachenraum, wo es zunächst
zu einer lokal begrenzten Reaktion kommt. Die Erreger breiten sich über
die Lymphbahnen weiter aus, und ihre Giftstoffe erreichen schließlich alle
Organe des Körpers.
Die Verbreitung der Diphtherie in Mitteleuropa hat, abgesehen von den beiden
Weltkriegen, stetig abgenommen. In Rußland und den baltischen Ländern ist
sie jedoch seit den 90er Jahren zunehmend häufiger beobachtet worden. In
Deutschland sind in den letzen Jahren immer noch vereinzelte schwere Fälle
aufgetreten.
Nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden bis zu 7 Tagen kommt
es zu einer Entzündung des Nasen-Rachen-Raums mit begleitendem Fieber. Es
bilden sich weiße Beläge im Rachen, zusätzlich kommt es zu einer Anschwellung
des Halses. Nach Ausschwemmung des Giftstoffes in den Kreislauf kann es
zu Kreislaufversagen, zur Herzmuskelentzündung und zu Lähmungen kommen.
Schutz
Da die Erkrankung sehr häufig sehr schwer bis tödlich verläuft, ist eine
frühzeitig Behandlung mit speziellen Medikamenten erforderlich. Einen sicheren
Schutz bietet die Impfung, die bei Erwachsen in der Regel in Kombination
mit der Tetanusimpfung erfolgt. Auch bei Erwachsenen sind immer Wiederholungsimpfungen
im 10-jährigen Abstand erforderlich, um den Schutz aufrecht zu erhalten.

Polio (Kinderlähmung)
Die Kinderlähmung ist eine durch Viren verursachte Krankheit. Die Übertragung
erfolgt durch Schmierinfektion, nach Infektion des Rachens und des Magen-Darm-Trakts
kann es zur Beteiligung des Rückenmarks und des Gehirns kommen.
Die Polio kommt vor allem in tropischen Länderen vor. In Deutschland ist
die Erkrankung dank guter Durchimpfung selten. Ungeimpfte oder nur
unvollständig Geimpfte sollten sich impfen lassen.
Nach einer Inkubationszeit von etwas mehr als einer Woche beginnt die Erkrankung
mit Halsschmerzen, Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit. Bei der Mehrzahl
der Infizierten wird die Infektion überwunden. Bei etwa 10% kommt es jedoch
zu einer Mitbeteiligung des Nervensystems mit Hirnhautentzündung und Muskelschmerzen.
Die Erkrankung kann dann in das sogenannte Lähmungsstadium übergehen.
Schutz
Im Lähmungsstadium ist eine Therapie unmöglich. Als sichere Vorbeugung gilt
die dreimalige Impfung im Kleinkindalter, die im allgemeinen gut verträglich
ist. Auch bei Erwachsenen ist eine regelmäßige Auffrischung erforderlich.
Dies ist mit einer Schluckimpfung oder Injektionsimpfung möglich.
Tetanus (Wundstarrkrampf)
Der Erreger des Wundstarrkrampfs wird im Erdboden und im Tiermist gefunden.
Durch verschmutzte Wunden gelangen die Tetanussporen in den Körper. Nach
der Vermehrung in der Wunde bilden die Erreger mehrere Giftstoffe, die über
die Blutbahn verbreitet werden und die Krankheitserscheinungen verursachen.
Die Vorstufe der Tetanusbakterien, sogenannte Sporen, sind in der Erde und
im Staub unbegrenzt lebensfähig. Die Erkrankung kommt weltweit vor, eine
Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
Die Inkubationszeit ist abhängig von der Zahl der eingedrungenen Keime und
der Stärke der Giftbildung. Innerhalb eines Monats kommt es zu Kopfschmerzen
und zur Verkrampfung der Kaumuskulatur. Schließlich kann der Mund nicht
mehr geöffnet werden, alle Muskeln sind fest gespannt. Beim Ausfall der
Atemmuskulatur ist eine künstliche Beatmung notwendig.
Schutz
Eine sorgfältige Säuberung der Wunde innerhalb weniger Stunden ist notwendig.
Ein Antiserum ist verfügbar, es muß aber vor Beginn der Symptome eingesetzt
werden. (z.B. Tetagam¨)
Einen sicheren Schutz gibt eine Schutzimpfung, die in Kombination mit der
Diphtherieimpfung begonnen wird. Die Impfung muß auch beim Erwachsenen in
10-jährigen Abständen wiederholt werden.
Malaria
Die Malaria wird durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen.
Die Erreger dringen in Leber und Milz ein und durchlaufen dort ihre weitere
Entwicklung. In zyklischen Abständen werden dann Erreger ins Blut freigesetzt,
wodurch es zu Fieberschüben kommt.
Die Malaria gedeiht in Sumpfgebieten mit mittleren Temperaturen von 18-20
Grad. In früheren Jahrhunderten gab es auch in Mitteleuropa Malaria. In
Deutschland trat sie das letzte Mal in Berlin um die Jahrhundertwende auf.
Heute ist Malaria in tropischen bzw. subtropischen Gebieten anzutreffen.
Dennoch werden auch heute in regelmäßigen Abständen durch den Massentourismus
Erkrankungen eingeschleppt.
Nach einer Inkubationszeit beginnt die Erkrankung mit Fieberschüben von
ca. 40 Grad. Die sogenannte Malaria tropica, die vorwiegend in Afrika erworben
wird, ist die schwerste Form und verursacht die meisten Todesfälle. Die
Erkrankung kann durch Befall des Gehirns, des Herzens, der Leber oder der
Nieren zum Tode führen.
Schutz
Die Therapie der Malaria wird durch zunehmende Resitenz der Erreger gegen
die eingesetzten Medikamente erschwert. Eine prophylaktische Therapie bei
Reisen in Malariagebiete kann die tödliche Infektion in den meisten Fällen
verhindern. Wegen der sich rasch ändernden Resistenzlage sollten Sie vor
Reiseantritt bei uns oder das Tropeninstitut nach geeigneten Medikamenten
zur Prophylaxe fragen.
Hepatitis B
Die Hepatitis B ist seltener aber wesentlich gefährlicher als die Hepatitis
A. Das Virus wird über das Blut und andere Köpersekrete infizierter Personen
übertragen. Besondere Gefahren beinhalten der ungeschützte Geschlechtsverkehr,
Bluttransfusionen und Injektionen mit nichtsterilen Spritzen. Das Virus
gelangt über die Blutbahn in die Leber.
Die Häufigkeit der Hepatitis B variiert von Land zu Land. In Deutschland
sind 0,2%, in Südeuropa 2-5%, in Afrika und Asien ca. 10-15% der Menschen
infiziert. Besondere Risikogruppen sind medizinisches Personal, Drogenabhängige
und Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern.
Wie bei der Hepatitis A kann es zu Gelbsucht mit Übelkeit und Appetitlosigkeit
kommen. Die Entfärbung des Stuhls und die dunkelbraune Färbung des Urins
sind gleichhäufig. Anders als bei der Hepatitis A kann die Hepatitis B in
1% der Fälle zum Tode und in 10% der Fälle zu einer chronischen Leberentzündung
führen.
Schutz
Vermeidung von ungeschütztem intimen Kontakten insbesondere mit den gefährdeten
Personenkreisen. Durch eine dreimalige Impfung, die sehr gut verträglich
ist, kann ein sichere Schutz für 10 Jahre erzielt werden (z.B. Gen H B Vax¨)
Gelbfieber
Gelbfieber ist eine schwere, durch Viren verursachte akute Infektionserkrankung.
Die Erkrankung wird durch Stechmücken übertragen. Das Virus gelangt über
die Lymphbahn in die Blutbahn. Von dort kann es in die Leber und das Nervensystem
verschleppt werden.
Das Gelbfiebervirus findet sich ausschließlich in tropischen Ländern. Insbesondere
in Afrika und Südamerika ist die Erkrankung häufig. In Asien gibt es kein
Gelbfieber, die Impfung kann jedoch bei der Einreise aus Gelbfiebergebieten
verlangt werden.
Nach einer Inkubationszeit von 3-6 Tagen tritt plötzlich hohes Fieber mit
Rücken- und Kopfschmerzen auf. Nach einer vorrübergehenden Besserung der
Symptome kommt es zum erneuten Anstieg des Fiebers. Es kann zu schwersten
Nierenschäden, Leberschäden (Gelbsucht), zu Herz- und Gehirnbeteiligung
kommen. In 80% der Fälle verläuft diese schwerste Form der Erkrankung tödlich.
Schutz
Ein sehr gut wirksamer Impfstoff kann einmalig appliziert werden. Der Impfschutz
beträgt 10 Jahre. Die Impfung ist bei Reisen in Gelbfiebergebiete unbedingt
empfehlenswert. Bei Schwangerschaft darf die Impfung nicht durchgeführt
werden. Diese Impfung können Sie nur an bestimmten Stellen durchführen lassen.
Die Adressen finden Sie im individuellen Reiseimpfplan, den Sie von uns
anfordern können.
Cholera
Die Cholera wird durch ein Bakterium verursacht und ist nach großen Seuchenzügen
in den letzten Jahrhunderten durch die verbesserten Hygieneverhältnisse
zurückgedrängt worden. Die Bakterien werden über verseuchtes Trinkwasser,
Meeresfrüchte und Lebensmittel aufgenommen. Nach der Aufnahme kommt es
zur Infektion des Darms und Vergiftung durch das Gift (Toxin) des Cholerabakteriums.
Die Cholera findet sich vor allem in Ländern mit niedrigem Hygienestandard.
Die Hauptausbreitungsgebiete sind Südostasien, Indien, Zentralafrika und
Südamerika. In der letzen Zeit sind auch vermehrt Choleraausbrüche an
den Südküsten Europas (Italien, Spanien, Portugal) beobachtet worden.
Nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden bis Tagen beginnt
die Erkrangung mit zunächst breiigen, dann flüssigen Durchfällen. Die
Durchfälle werden immer häufiger und erreichen eine Zahl von bis zu 30
pro Tag. Durch den Wasser- und Salzverlust kann die Erkrankung, wenn sie
nicht behandelt wird, dann in wenigen Stunden tödlich sein.
Schutz
Bei ausgebrochener Erkrankung müssen mehrere Liter an Infusion mit Salz-
und Wasserlösung gegeben werden. Als Vorbeugung gibt es eine Schluckimpfung,
die gut verträglich ist. Die Impfung hat nur eine Wirkdauer von 6 Monaten
und muß aus diesem Grund regelmäßig wiederholt werden. Meningokokken-Meningitis
Meningokokken sind Bakterien und häufig Auslöser von Hirnhautentzündung.
Es gibt verschiedene Erregertypen. Der Keim ist bei vielen Menschen Bestandteil
der Mundflora. Die Infektion erfolgt aus dem Reservoir der eigenen Mundhöhle
oder durch Tröpfcheninfektion von Keimträgern. Die Bakterien vermehren
sich zunächst in den Lymphbahnen der Mundhöhle und gelangen dann in das
Nervenwasser und an die Hirnhäute.
Meningokokken sind welteit anzutreffen. Die Erkrankung ist besonders häufig
in Afrika, Südamerika und Asien. Die Erkrankung kann in Epidemien verlaufen,
Einzelfälle häufen sich in den Frühsommermonaten.
Die Inkubationszeit beträgt 2-4 Tage. Die Erkrankung beginnt plötzlich
mit hohem Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen. Schon nach wenigen Stunden
beginnt sich der Nacken zu versteifen. Bei schweren Fällen kommt es zur
Bewußtseinstrübung durch eine Hirnschwellung. Ohne Behandlung kommt es
in 10% der Fälle zum Tod, mit Behandlung ist die Prognose besser.
Schutz
Ein Impftoff, der injiziert werden muß, bietet Schutz für 2-3Jahre. Die
Impfung ist für bestimmte Länder Afrikas und Asiens empfehlenswert. Für
die in Europa vorherschenden Meningokokkenstämme gibt es zur Zeit keinen
Impfstoff.
Sollten Sie weitere Fragen haben, geben wir Ihnen gerne Auskunft!
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